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Potsdam – die Schwester von Berlin in Brandenburg

Kurz nach Silvester und dem ganzen Neujahrestrubel, habe ich mich dazu entschlossen ein paar Tage in Potsdam zu verbringen.

Der Hauptgrund für meine Reise nach Potsdam war ein Moderatoren-Seminar, um meine Stimme auszubauen, da ich ja wie ihr wisst, Videos mache und einen YouTube Kanal betreibe erschien mir das sehr hilfreich. Die Zeit habe ich natürlich auch gut ausgenutzt, um die Hauptstadt von Brandenburg näher kennenzulernen, und ich hätte nicht gedacht, dass diese Stadt so interessant ist. Ich dachte vorher immer, Potsdam wäre eine kleine uninteressante Stadt auf guten Deutsch gesagt ein „Kaff von vielen“. So war ich sehr erstaunt, wo ich dort mit dem ICE ankam, dass dem nicht so ist. Die Stadt hat eine besondere Eigenart. Das fängt schon bei den Straßen in der Innenstadt an. Sie wurde im 17. Jahrhundert vom Preußen König Friedrich den II vorgeplant. Das Straßennetz ist Kerzengerade und die Aufteilung viereckig. Von einem Ende der Stadt kann man das andere Ende der Stadt sehen. Diese Art von Bauweise kennt man eigentlich nur aus amerikanischen Großstädten, die ebenfalls vorgeplant wurden. Im Gegensatz zu Europa, wo sich das Straßennetz eigentlich individuell von Kirche zu Kirche entwickelt hat.

Neben meinem Seminar, schlenderte ich also durch verschiedene Viertel wie das holländische Viertel in Potsdam, und habe ein Selfie mit dem Brandenburger Tor gemacht. Ja, ihr habt richtig gehört! In Potsdam steht lustigerweise ein zweites Brandenburger Tor! Auch gibt es hier die Babelsberger Filmstudios eine Mischung aus Freizeitpark, und halt Filmstudios wo sogar schon Amerikanische Hollywood Filme gedreht wurden.

Ein lokaler Geheimtipp ist der Lok-Zirkus, eine eindrucksvolle Ruine die irgendwann wohl zu einem Hotel und Bürokomplex umgebaut werden soll, unter denn amen Paradome. Errichtet wurde die kreisrunde Montagehalle im 19. Jahrhundert, für den Bau von Lokomotiven. Der Umbau soll bis zu 45 Millionen Euro kosten, doch bis jetzt sind das nur Pläne, was den Lok-Zirkus aktuell noch zu einem interessanten „Lost Place“ macht.

Auch wenn ich kein großer Fan von Schokolade bin, habe ich mir noch ein kleines Schokoladengeschäft angeschaut. Außerdem habe ich noch eine komisch geformte Currywurst gegessen, die aber gut war und für 2 Euro war sie auch noch erstaunlich günstig.

Potsdam ist also kein „Kaff“ wo es nichts besondere zu sehen gibt. Am Rande angemerkt, soll Potsdam, laut Spekulationen, sogar wirtschaftlich gesehen vor Berlin liegen. U. a. Plant Tesla in Potsdam ihre Autos für den Deutschen Markt zu produzieren. Die Reise nach Potsdam hat sich für mich auf jeden fall gelohnt, und ich kann euch eine Reise in diese Stadt nur empfehlen!